Diagnostik - Therapie - Geschützter Raum

ADHS BEI FRAUEN

Spezialisierte Therapie & Begleitung
für Frauen mit ADHS

Fundierte ADHS- und Autismus-Spektrum-
Diagnostik. Individuell angepasste Medikation sowie Einzel- und Gruppentherapie –
für spürbare Symptomlinderung,
mehr Alltagssicherheit und bessere Lebensqualität.

PMS/PMDS · Wechseljahre · Postpartale Depression

Gezielte Diagnostik und individuelle Therapie bei hormonellen Veränderungen – mit Fokus auf die Wechselwirkung zwischen Hormonen und ADHS-Symptomen.

Hormonell oder stressbedingt · Prophylaxe & Therapie

Moderne Migränebehandlung mit CGRP-Antikörpern und alltagsnaher Begleitung – mit besonderem Fokus auf die Zusammenhänge mit ADHS bei Frauen.

Geschützter Raum · Austausch · Kurse & Gruppen

Selbstlernkurse, Webinare und Selbsthilfegruppen zu ADHS, Begleiterkrankungen und Medikation mit dem Ziel, ADHS zu verstehen, sich selbst entlasten – und Menschen finden, die Sie wirklich verstehen.

Über mich

Ich bin Dorothée Vonderbeck, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und begleite Frauen mit ADHS Ich lebe mit meinem Mann und unseren beiden Töchtern in Berlin. Ich weiß, wie lange man durchhalten kann – selbst dann, wenn innerlich längst nichts mehr geht.

Was mir wichtig ist

Ich wünsche mir eine Medizin, die Frauen wirklich wahrnimmt. Die nicht vorschnell urteilt, sondern zuhört, auch wenn Symptome nicht in ein eindeutiges Schema passen. Eine Medizin, die versteht, dass ADHS sich bei Frauen oft anders zeigt – nicht laut und störend, sondern leise, überanpassend, chronisch erschöpft. Die erkennt, dass hormonelle Veränderungen wie PMS, PMDS oder die Wechseljahre tiefer wirken, als oft angenommen. Dass eine Histaminintoleranz – gerade in den Wechseljahren – ein bedeutender Auslöser für Migräne und Erschöpfung sein kann. Dass Frauen eine andere Körperzusammensetzung haben, Medikamente anders verstoffwechseln und diese Unterschiede berücksichtigt werden müssen. Ich wünsche mir Räume, in denen diese Zusammenhänge gesehen, ernst genommen und verbunden gedacht werden.

Viele Frauen haben ihre Bedürfnisse über Jahre zurückgestellt. Ich begleite sie gerne dabei, sich selbst wieder wahrzunehmen.

Als es bei mir nicht mehr ging

Ich war erschöpft. Reizbar. Schlaflos. Die Migräne wurde häufiger, meine Stimmung instabil, mein Denken unklar. Ich dachte, das sei der Preis für ein volles Leben. Zu viele Anforderungen, zu wenig Pause. Irgendwann war klar: Ich kann nicht mehr. Aber ich verstand nicht, was los war.

Was ich mir damals gewünscht hätte

Ich hatte keine Worte dafür. Und niemanden, der das, was ich erlebte, einordnen konnte. Die Symptome passten nicht zusammen. Ich fühlte mich überfordert, vielleicht auch einfach nur falsch. Vielleicht musste ich mich nur noch mehr anstrengen. Vielleicht war es einfach Stress.

Mein Wendepunkt

ADHS bei Erwachsenen war kein Thema im Medizinstudium. Auch nicht in meiner Facharztausbildung oder in der psychotherapeutischen Weiterbildung. Erst auf einem Psychiatriekongress hörte ich zufällig einen Vortrag. Vieles daran klang vertraut. Ich las, vertiefte mich in Fachbücher und Studien, besuchte jede Fortbildung, die ich finden konnte. Ich wollte es wirklich verstehen und erkannte mich selbst.

Was ich damals nicht wusste: Ich war in den Wechseljahren, hatte zusätzlich eine Histaminintoleranz entwickelt – etwas, das in den Wechseljahren häufiger auftritt. Sie war ein massiver Trigger für meine Migräne, die wiederum Schlaf, Stimmung und Leistungsfähigkeit beeinträchtigte. Gleichzeitig entwickelten sich – parallel zur Geburt meiner Kinder – ausgeprägte Schlafstörungen, die über Jahre anhielten. Die hormonellen Schwankungen verschärften meine bis dahin unerkannten ADHS-Symptome. Alles griff ineinander – aber niemand hatte das Gesamtbild im Blick.

Weder meine Gynäkologin noch meine Hausärztin dachten an ADHS. Auch in der Psychiatrie oder Psychotherapie kam das Thema nicht auf. Nicht aus Desinteresse, sondern weil das Wissen fehlte – über ADHS bei Frauen, über die Auswirkungen hormoneller Veränderungen, über den Zusammenhang mit körperlichen Beschwerden wie Migräne oder Schlafstörungen.

Gerade in Fächern, die nah an Frauen arbeiten – Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Psychiatrie und Psychotherapie – fehlt es oft an genau diesem Wissen. Das ändert sich langsam, was gut ist. Aber viele Frauen sind mit ihren Symptomen nach wie vor auf sich gestellt.

Die Diagnose hat mir geholfen, vieles einzuordnen. Ich habe verstanden, wie eng alles miteinander zusammenhing:

  • das ständige Funktionieren
  • die Migräne
  • die emotionale Reizbarkeit
  • die hormonellen Schwankungen in den Wechseljahren

Diese Kombination hat mich über lange Zeit an mein Limit gebracht: Migräne fast ohne Pause, Konzentrationsprobleme und eine Erschöpfung, die alles schwer machte. Heute weiß ich, wie wichtig es ist, solche Signale früh zu erkennen – bevor der Körper nicht mehr mitzieht

Zweifel, Scham und schließlich Klarheit

Lange blieb der Zweifel. Kann ich wirklich ADHS haben? Vielleicht war ich einfach zu sensibel?Vielleicht nur überfordert? Vielleicht müsste ich mich einfach besser organisieren. Diese Gedanken waren hartnäckig und begleitet von Scham.

Dann kam mein Hyperfokus. ADHS wurde mein Thema. Ich las, hörte, forschte, hinterfragte. Und das veränderte nicht nur meinen Blick auf mich selbst – sondern auch auf meine Patientinnen.

Was ich früher nicht erklären konnte, verstehe ich heute

Ich war emotional, empfindsam, oft unruhig. Ich konnte schlecht Nein sagen, tat mich schwer mit Entscheidungen, fühlte mich schnell überfordert. Gleichzeitig war ich perfektionistisch, aus Angst, Fehler zu machen. Ich machte vieles gleichzeitig – und fühlte mich trotzdem nie wirklich angekommen. Lange habe ich mich dafür kritisiert. Heute weiß ich, warum das so war. Und das macht einen Unterschied.

Dieses Wissen verändert auch meine Arbeit. Ich höre anders zu. Ich frage anders. Manche Eigenschaften können zur Stärke werden – wenn man sie versteht, wenn man sie einordnen kann, wenn man sich nicht länger selbst beschuldigt. Was mir dabei wichtig ist: ADHS ist kein Trend, keine Superkraft, kein Etikett. Es ist eine reale Herausforderung. Und manchmal auch eine Ressource. Aber nur dann, wenn man Unterstützung hat.

Warum ich mich für Frauen mit ADHS einsetze

Viele Frauen erhalten die Diagnose erst spät – oder nie. Nicht, weil sie keine Symptome haben. Sondern weil niemand hinsieht. Die meisten Testverfahren stammen aus den 1990er-Jahren und wurden an Jungen entwickelt. Frauen kompensieren anders. Und genau das führt dazu, dass sie lange übersehen werden.

Typische Rückmeldungen lauten:

  • “Sie haben doch einen guten Beruf, sie wirken doch ganz normal, haben doch alles in ihrem Leben hinbekommen“
  • Genau das macht es so schwer. Wer funktioniert, wird nicht hinterfragt.

Deshalb braucht es Aufklärung. Und ein neues Denken in der medizinischen Ausbildung. Denn ADHS betrifft nicht nur Kinder.

Warum ich mich auf Frauen spezialisiert habe

Viele meiner Patientinnen haben über Jahre funktioniert. Und sich dabei selbst verloren. Sie haben sich angepasst, durchgebissen, weitergemacht. Bis nichts mehr ging.

Meine Patientinnen neu sehen

Frauen erleben vieles gleichzeitig – körperlich, emotional, hormonell, sozial. Und sie zeigen es oft nicht. Deshalb ist es mir wichtig, genauer hinzuschauen.

Für mich bedeutet Frauenpsychiatrie:

  • den Körper mitzudenken
  • die Lebensgeschichte zu verstehen
  • hormonelle Veränderungen ernst zu nehmen
  • Symptome nicht isoliert zu betrachten
  • Räume zu schaffen, in denen das Eigene sichtbar werden darf

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man keine Sprache mehr hat für das, was nicht mehr geht. Und wie entlastend es sein kann, endlich verstanden zu werden.

Wie ich arbeite

Ich arbeite leitliniengerecht, mit diagnostischen Fragebögen und standardisierten Tests. Aber ich verlasse mich nicht ausschließlich darauf. ADHS ist eine klinische Diagnose – und das bedeutet, genau hinzuschauen. Eine gute Schulnote oder zwei fehlende Punkte im WURS-k schließen ADHS nicht aus.

Viele Frauen, die zu mir kommen, haben gelernt, sich perfekt anzupassen. Sie wirken strukturiert, und sehr belastbar. Und doch erleben sie im Inneren einen permanenten Kraftakt. Genau deshalb versuche ich, immer das Ganze mitzudenken: die Biografie, die hormonelle Situation, die Ernährung, Bewegung, Lebensgewohnheiten – alles, was das Erleben prägt.

Denn viele Frauen mit ADHS sind Meisterinnen darin, sich selbst zu verstecken. Und genau deshalb braucht es ein diagnostisches Vorgehen, das nicht nur prüft, sondern versteht. Es geht nicht nur um Tests oder Skalen. Es geht um Biografien, Körperempfinden, Alltag. Um das, was im Gespräch sichtbar wird.

Viele Frauen haben gelernt, sich zu verstellen. Nach außen ruhig, nach innen im Ausnahmezustand. Deshalb ist meine Arbeit ein gemeinsames Nachforschen. Was war schon immer da? Was hat sich überlagert? Was darf gehen?

Wenn Sie sich angesprochen fühlen

Wenn Sie sich in etwas von dem wiederfinden, was ich hier beschreibe, lade ich Sie herzlich ein, weiterzulesen. Auf meiner Website finden Sie Informationen, Impulse und die Möglichkeit zur Terminvereinbarung über Doctolib.

 

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.

Herzlichst,
Dorothée Vonderbeck

Nach oben scrollen